Jakob Mayr

Mein Name ist Jakob Mayr, ich habe 2024 meinen Bachelor in Medientechnik und -design an der FH Hagenberg abgeschlossen. Schon während meines Studiums lag mein Schwerpunkt auf Audiotechnik und -design, was mich dazu motivierte, den Masterstudiengang 3D Audio und Sound Design an der FH St. Pölten zu beginnen.

Meine Leidenschaft für Sound wurzelt in meiner Begeisterung für Musik. Als Vocalist der Metal-Band „Yield Point“ bin ich nicht nur am Songwriting beteiligt, sondern beschäftige mich auch mit Musikproduktion. Daneben faszinieren mich seit meiner Kindheit Filme und Games. Deshalb liegt mein Fokus im Studium auf Sound Design und Musikproduktion für audiovisuelle Medien, mit dem Ziel, in diesem Bereich meine berufliche Zukunft zu gestalten.

Berufliche Erfahrung sammle ich derzeit beim ORF Oberösterreich, wo ich unter anderem als Tonassistent bei Konzertaufnahmen tätig bin.

1. Semester (WS 2024/25)

Filmvertonung „Vote!“

Im ersten Semester haben wir in einem Dreierteam einen Ausschnitt des Kurzfilms Vote! neu vertont. Der Großteil der verwendeten Sounds bestand aus selbst aufgenommenen Foley-Aufnahmen. Ergänzend kamen einige passende Sounds aus Libraries zum Einsatz.

Für mich war es das erste Mal, dass ich mich intensiv mit Foley beschäftigt habe. Das Projekt hat mir einen guten Einstieg in die praktische Arbeit in der Filmvertonung gegeben.

Sound Design mit Max-MSP

Eine weitere Aufgabe im Semester war die Umsetzung eines Projekts in Max/MSP. Als Star-Wars-Fan habe ich mich dafür entschieden, einige der ikonischen Sounds von Ben Burtt für diese Filme nachzubauen. Alle Geräusche wurden rein synthetisch erzeugt und in Max/MSP programmiert.

2. Semester

Signature-Vertonung „School of Champions“

Sonic Interaction Projekt „Sounds of Shadows“

Im Rahmen des Sonic Interaction Projekts entwickelte ich ein VR-Spiel in Unity, bei dem sich die Spieler*innen mithilfe von Echolokation orientieren müssen, um aus einem meist dunklem labyrinthartigen Haus zu entkommen. Durch das Erzeugen von Klicklauten erhalten sie akustische Informationen über die Entfernung von Objekten in der Umgebung. Diese Mechanik orientiert sich am Prinzip des „Klicksonar“, das von einigen blinden Menschen zur Navigation genutzt wird. Das Spiel soll für Blinde vollständig zugänglich sein. Optionales visuelles Feedback erleichtert sehenden Nutzer*innen den Einstieg in das Spielprinzip.

Abyssorum

Im 2. und 3. Semester habe ich im Rahmen der Lehrveranstaltung „Tun, Forschen, Gründen“ am Projekt „Abyssorum“ der Masterklasse „Film und TV“ mitgewirkt. Dabei wurden zwei Pilotfolgen einer potenziellen Serie realisiert. Gemeinsam mit meinen Kolleg:innen Thomas Kreutzwieser und Marlene Haberl war ich für die Umsetzung des Tons verantwortlich.

Plakat „Deo Volente“ (c) Lukas Topf
Plakat „Deo Volente“ (c) Lukas Topf

Dreharbeiten

Die Dreharbeiten fanden im Sommer 2025 statt. Dabei wechselten wir zu dritt die Rollen als Settonmeister und Boom Operator ab. Gelegentlich unterstützten auch andere Kolleg:innen vom Set als Boom Operator.

Behind The Scenes „Frequentia Noctis“ (c) Lukas Topf
Behind The Scenes „Frequentia Noctis“ (c) Lukas Topf

Post Production

In der Postproduktion teilten wir die Aufgaben erneut zu dritt auf, von Dialogschnitt über Foley und Sounddesign bis hin zum Mixing.

Abmischen „Deo Volente“ (c) Sophie Schattauer

3. Semester

3D Audio Projekt

Im 4. Semester war es das Ziel ein Projekt mit Bezug zu 3D Audio umzusetzen. Ich produzierte dafür einen atmosphärischen Progressive-Metal-Song in Dolby Atmos. Ziel war es, die Möglichkeiten von Dolby Atmos zu nutzen, um die Charakteristiken des Genres zu verstärken und so ein noch größerers, epischeres Gefühl zu erzeugen.

Die Komposition, Aufnahme und Produktion erfolgten zunächst in Reaper, während das finale Mixing in Pro Tools in einem 7.1.2 Dolby-Atmos-Setup umgesetzt wurde. Für Gitarren wurden Instrumente und Sound-Design-Elemente wurden bewusst im dreidimensionalen Raum platziert und teilweise automatisiert bewegt, um musikalische Entwicklungen räumlich zu unterstützen. Neben einer Multispeaker-Version wurde auch ein binauraler Mix für Kopfhörer erstellt.